Aktuell

Children’s Face Equality Campaign

Die Children’s Face Equality Campaign der Organisation „Changing Faces“ will negative Vorurteile gegenüber Kindern mit Auffälligkeiten im Erscheinungsbild abbauen.

 

Sie macht auf die Situation von Kindern mit Narben oder sonstigen Auffälligkeiten im Erscheinungsbild aufmerksam und wirbt für mehr Verständnis und Akzeptanz. Betoffene Kinder sollen in der Schule oder in ihrer Freizeit fair und gleich behandelt werden wie andere Kinder. Sie sollen beispielsweise die gleichen Chancen haben bei einer Theater-Aufführung die Hauptrolle zu übernehmen oder einen Ferienjob im Service zu bekommen. 

 

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Das Gesicht der Kampagne sind die vier Kinder Max, Lucas, Harry, und Lauren – alle im Alter zwischen 9 und 13 Jahren. Abgebildet auf Postern stellen sie sich den vier grössten Vorurteilen, denen Kindern mit Entstellungen begegnen:

  • „Kinder mit Entstellungen haben wenig Selbstvertrauen und eine geringe soziale Kompetenz“
  • „Kinder mit Entstellungen sind schüchtern und zurückhaltend“
  • „Kinder mit Entstellungen sind weniger erfolgreich“
  • „Kinder mit Entstellungen führen ein tragisches, erbärmliches Leben“

Die Kampagne ist wichtig, da viele betroffene Kinder und Jugendliche -sowie auch Erwachsene- täglich mit solchen Vorurteilen zu kämpfen haben. Eine Studie des Kinderspitals Zürich hat gezeigt, dass die Mehrheit der Kinder und Jugendliche tatsächlich negative Vorurteile gegenüber Kindern mit einer Auffälligkeit im Gesicht haben. In einem Fragebogen wurden Kinder mit einer Narbe oder einem Geburtsmal im Gesicht von nicht-betroffenen Kindern und Jugendlichen (8-17 Jahre alt) als weniger attraktiv, weniger beliebt, weniger sympathisch und weniger intelligent eingestuft als Kinder ohne Auffälligkeit im Gesicht. Viele Studienteilnehmer gaben zudem an, dass sie sich mit einem Kind mit einer Gesichtsauffälligkeit unwohl fühlen und, dass sie ein solches Kind eher vermeiden würden.

 

Das Ziel der „Children’s Face Equality Campaign“ ist es, solche Vorurteile bewusst zu machen und abzubauen. Denn eine Auffälligkeit im Gesicht sagt nichts über den Charakter einer Person aus: Betroffene Kinder und Jugendliche können genau so stark, klug, selbtbewusst, lustig, sympathisch und erfolgreich sein, wie Kinder ohne Auffälligkeit.

 

Pfeil Erfahren Sie mehr über diese Kampagne und über Max, Lucas, Harry, und Lauren